Düsseldorf, 09.04.2010. Alle Mitglieder an parteiinternen Diskussionen und Entscheidungen beteiligen – das will die Piratenpartei Nordrhein-Westfalen mit der Software »LiquidFeedback« erreichen. Mit Hilfe dieser von Piraten in Berlin entwickelten Software sollen trotz des enormen Mitgliederwachstums dauerhaft alle Parteimitglieder an der Meinungsbildung beteiligt werden. Wie alle großen Parteien stehen auch die Piraten vor dem Problem, ihre Mitglieder in Entscheidungsprozesse einzubinden. Mit dem Einsatz von LiquidFeedback wollen sie sich, was die Diskussionskultur betrifft, auch weiterhin von den etablierten Parteien absetzen und die Nase vorn behalten. Ziel ist es, dauerhaft auf ein Delegiertensystem zur Entscheidungsfindung innerhalb der Partei zu verzichten. Die Software steht auch der Öffentlichkeit kostenfrei zur Verfügung.
Mit ‘Piraten Neuss’ getaggte Artikel
Jeder kann mitmachen – Piratensoftware revolutioniert parteiinternen Diskurs
Freitag, 09. April 2010Neuss auf dem Weg in die soziale Eiszeit.
Sonntag, 17. Januar 2010Pressemeldung Piratenpartei Neuss vom 16.01.2010
Nachdem in Wuppertal schon 16 Jugendeinrichtungen Gelder gestrichen wurden, droht auch Neuss der Kahlschlag. Erleben wir bald die ersten sozialen Unruhen?
Einem Bericht der NGZ vom 15. Januar zufolge plant der CDU geführte Stadtrat massive Kürzungen bei Streetworkern und sozialen Einrichtungen in Neuss. Die Piratenpartei Neuss stellt sich hinter die Wohlfahrtsverbände und lehnt die Kürzung von 1,4 Millionen Euro strikt ab.
Nach den Plänen der CDU soll das Drei-Generationen-Haus in Weckhoven komplett geschlossen werden. In “sozialen Brennpunkten” wie dem Barbaraviertel sollen Ausgaben für Sozialarbeiter und Streetworker auf Null heruntergefahren werden. Hier liegt der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund bei 40%. Die Folge ist ein weiteres Abdriften der Jugendlichen in soziale Kälte und Perspektivlosigkeit. Gerade in diesen, von den Einsparungen betroffenen Vierteln brauchen Jugendliche eine Anlaufstelle bei Problemen, sei es in der Familie, in der Schule oder im sozialen Umfeld.
Die Piratenpartei setzt sich für einen Ausbau der sozialen Einrichtungen in Neuss ein. Diese Einrichtungen stellen oftmals das letzte Bindeglied zwischen Jugendlichen und Kindern aus sozial schwachen Familien und unserer Gesellschaft dar. Das Geld, das beispielsweise in die Videoüberwachung [1] der Neusser Innenstadt und auf Schulhöfen investiert werden soll, ist viel besser in Einrichtungen und Programmen für Gewaltprävention aufgehoben. Die Videoüberwachung verbessert nachweislich nicht die Sicherheit, sondern verlagert bestenfalls potentielle Tatorte. Die Verwahrlosung Jugendlicher, Aggression gegen Mitmenschen , Sachbeschädigung, sowie Drogen- und Alkoholmissbrauch sind Symptome einer verfehlten Sozialpolitik.