Pressemitteilung vom 16. Februar 2015

Piraten im Rhein-Kreis Neuss gegen Schließung der KV-Praxen

Am Mittwoch den 11.02.2015 beschloss die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein [1,2], von 84 Notfallpraxen im Bereich Nordrhein, 43 zu schließen. Im Rhein-Kreis Neuss sollen von 4 KV-Praxen 2 erhalten bleiben [3,4].

Dies bedeutet Mehrarbeit für die Ambulanzen der Krankenhäuser im Kreis, die jetzt schon am Limit arbeiten.

Das Patientenaufkommen der KV-Praxen entspricht dem Aufkommen der Notfallambulanzen. Weder räumlich noch personell ist es den Ambulanzen möglich diese Menge an Patienten zusätzlich zu bewältigen.

„Hier wird am falschen Ende gespart. Während die Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung hohe Gehälter einstreichen, soll der Dienst am Patienten weiter verknappt werden.“ sagt Bianca Frömgen, Kreistagsabgeordnete für die Fraktion DIE LINKE/Piraten.

NotfallpraxisNotfallpraxis
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Hugo Hoff, Ratsmitglied im Neusser Stadtrat, sieht die Streichungen ebenfalls kritisch.
„Das Zusammenstreichen von Notfallpraxen wird dazu führen, dass auch die schon jetzt stark belasteten Rettungsdienste noch häufiger gerufen werden und dadurch an ihre Grenzen stoßen.“

 

 

 

Quellen:

[1] Beschlüsse der Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein: https://www.kvno.de/downloads/vv/beschluesse_11-02-15.pdf

[2] Vertreterversammlung der KV Nordrhein beschließt Neuordnung des ärztlichen Bereitschaftsdienstes: https://www.kvno.de/60neues/2015/vv_notfalldienst/index.html

[3] Notfallpraxis – vage Hoffnung auf Erhalt: http://www.rp-online.de/nrw/staedte/langenfeld/notfallpraxis-vage-hoffnung-auf-erhalt-aid-1.4870994

[4] Ärzte im Notdienst wollen nicht mehr selbst Auto fahren: http://www.rp-online.de/politik/aerzte-im-notdienst-wollen-nicht-mehr-selbst-auto-fahren-aid-1.4870834

 

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