Neuss 25.06.2013

Im Gegensatz zu anderen Großstädten hat Neuss bis heute noch keine eigene Verbraucherzentrale (VZ). Die Zeit drängt: Nur noch bis 2014 können für die Neueinrichtung einer VZ durch die Kommune Mittel aus dem Landeshaushalt beantragt werden.[2] Sowohl die Verwaltung als auch der Bürgermeister haben sich in der Vergangenheit für die Einrichtung einer VZ ausgesprochen.[1] Die Neusser Piraten unterstützen diese Initiative ebenfalls.

Im Neusser Stadtrat reicht die Diskussion über die Einrichtung einer solchen VZ mittlerweile zurück bis in die 1980er Jahre. Sie scheiterte bisher stets an der Mehrheit der Koalition aus CDU und FDP.[2] Ihre Kritik: Zwar stehen bis 2014 noch Landesmittel zur Errichtung einer VZ in Neuss bereit – die Stadt Neuss müsste jedoch 50% der Kosten aus eigenen Mitteln darstellen.[2] Statistische Erfahrungswerte belegen aber, dass jeder Euro aus Steuergeldern einen Verbrauchernutzen zwischen 14 bis 17 Euro hervor ruft.[3]

Bisher haben weder die klare Sprache der Zahlen noch der Sachverstand der Befürworter einer Neusser Verbraucherzentrale die Gegner von deren Nutzen und Notwendigkeit überzeugen können. Manche Ratsmitglieder lassen sogar vernehmen, dass Sie die VZ in Mönchengladbach und Düsseldorf als Anlaufstellen für Neusser Bürger für ausreichend erachten.[2]

Der Neusser Pirat Dr. Joachim Paul, Fraktionsvorsitzender der Piratenfraktion NRW, unterstreicht die Forderung seiner Partei mit den Worten: „Eine eigene Verbraucherzentrale in Neuss bedeutet eine Steigerung von Lebensqualität und Bürgerservice im Rhein-Kreis Neuss.“

Quellen:
[1] Blog von Reiner Breuer MdL (SPD)
[2] Artikel der NGZ vom 21.06.2013
[3] Verbraucherzentrale NRW

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