Die Landtagsabgeordneten Dr. Joachim Paul (MdL) und Lukas Lamla (MdL) laden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, zur Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema:

„Von der Lebensstand sichernden Rente zur beitragsfinanzierten Sozialhilfe?“
–     Demographie-Mythen und die Angst vor der Verteilungsfrage

Termin:    2. Juli 2013 ab 19:00 Uhr
Ort:         Wahlkreisbüro der Piratenpartei in Neuss
Erftstrasse 114
41460 Neuss

Tel.:        02131 – 74 25 713

Peter Rath-Sangkhakorn (wiss. Mitarbeiter des Landtagsabgeordneten Dr. Paul / Piratenfraktion NRW) möchte alle interessierten Bürgerinnen und Bürger über diese Thematik informieren und darüber diskutieren.

Jeder zweiter Rentner erhielt 2012 weniger als 700 Euro. Die Gefahr im Alter zu verarmen steigt zunehmend. So lag lt. einer Statistik der Deutschen Rentenversicherung jede zweite Rente im vergangenen Jahr unter dem Niveau von Hartz-Vier-Leistungen. 48 Prozent der Alters- und Erwerbsunfähigkeitsrentner erhielt weniger als 700 Euro im Monat.

Seit langem schon überbieten sich Kritiker der gesetzlichen Rentenversicherung in Nachrufen und verkünden, allein eine private Absicherung der Rentner von morgen könne vor dem Absturz in die Altersarmut bewahren. Aber ist die gesetzliche Rente tatsächlich so schlecht wie behauptet? Auch die Diskussion um die Riester-Rente zeigt: Viele der heute tätigen Menschen, werden im Alter vor großen finanziellen Problemen stehen.

„Eigenvorsorge“, Kapitaldeckung statt Umlagefinanzierung ist das Konzept derer, die seit Jahren unser Rentensystem „reformieren“. Vor allem Beispiele aus anderen Ländern zeigen: Private Systeme sind weder sicherer noch günstiger. Seit die Aktienmärkte nicht mehr automatisch steigen, schaffen es viele Pensionsfonds mehr, nicht die erforderlichen Renditen zur Finanzierung der Reformen zu erwirtschaften. Die hauseigenen Pensionskassen etlicher amerikanischer Großunternehmen haben in den vergangen Jahren enorme Defizite angehäuft, die sie mit allen möglichen Tricks auf ihre Pensionäre abwälzen.
Warum steht die gesetzliche Rente so unter Beschuss? Wer hat Vorteile davon, dass das Solidarsystem weiter gekappt wird? Und gibt es tatsächlich eine demographische Belastung, die ein Umdenken erfordert?

Was denkst du?