Zum wiederholten Mal sollen die Mittel in der Kinder- und Jugendkulturarbeit in Neuss gekürzt werden.

Deshalb fanden sich am Freitag (14.12.2012) mehr als 100 Demonstranten vor dem Rathaus in Neuss ein, um lautstark und mit Plakaten dagegen zu protestieren. Wie schon im Jahr 2011 mit großer Unterstützung der Neusser Piraten.

Nicht verwunderlich, dass die anschließende Rats-Sitzung so gut besucht war wie selten.

Es geht dabei um 32000 EUR, die beim „Haus der Jugend“ und Greyhound gekürzt werden sollen. Bereits in 2011 wurden die Mittel für das HDJ um 25000 EUR gekürzt.

Dazu sagt Lukas Lamla MdL und Mitglied im Kultur und Medienausschuss des Landtags: „Das „Haus der Jugend“ ist ein Stück gelebte Neusser Jugendkultur. Hier den Rotstift anzusetzen und die Existenz des Hauses nach über 40 Jahren erfolgreicher Arbeit zu gefährden, ist nicht hinnehmbar. Die Kinder und Jugendarbeit in diesem Bereich braucht unbedingt langfristige finanzielle Planungssicherheit. Die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter des Haus der Jugend Jahr für Jahr in Existenzängste zu versetzen, hat nichts mit nachhaltiger Kinder- und Jugendarbeit zu tun.“

„Es ist schwer zu verstehen, dass sich unsere Politiker über den Verfall von Kultur beklagen, gleichzeitig aber die Möglichkeiten zur Schaffung von kulturellen Grundlagen immer mehr beschneiden. Der Rat täte gut daran, sich über die Auswirkungen Gedanken zu machen“, so Hugo Hoff, Pirat aus Neuss.

Bleibt zu hoffen, dass sich die Verantwortlichen doch noch bewußt darüber werden, dass der Bereich der Jugendkultur denkbar ungeeignet für Streichmaßnahmen ist. Statt „Sparen“ mit „Streichen“ gleich zu setzen, sollte der effiziente Einsatz von Finanzmitteln untersucht werden – in allen Bereichen der kommunalen Finanzen!

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