Das Haus muss bleiben!

Die Piratenpartei Neuss positioniert sich klar zum Erhalt des „Haus
der Jugend“ in der jetzigen Form. Eine Zusammenlegung mit dem
Greyhound-Pier1 ist gleichbedeutend mit einer kompletten Abschaffung
des ‚HDJ‘. Den Kindern wird dadurch die Möglichkeit verwehrt sich frei
für ein Angebot entscheiden zu können. Sie sind gezwungen das einzige
Angebot wahrzunehmen, dass sich in der Nähe der Innenstadt befindet.
Zudem mit einer schlechteren Busanbindung.

Neuss hat eine florierende Musikszene, die seit Jahrzehnten mit dem
Haus der Jugend zusammenhängt. Dort werde nicht nur Konzerte, sondern auch Bandproben abgehalten. Durch einen Mangel an Proberäumen, wird die Neusser Jugend seit Jahren an ihrer Selbstverwirklichung gehindert. Sollte das Haus der Jugend schließen, wird es zukünftig noch weniger Lokalitäten geben in denen Bandproben abgehalten werden können. Vor allem im Hinblick auf die Kosten ist dies auch eine Entlastung für finanziell schwächer gestellte Eltern, die ihren Kindern nicht die Miete für Proberäume finanzieren können. Das Haus der Jugend bietet zudem als eine der wenigen Lokalitäten erschwingliche Räumlichkeiten um Konzerte abzuhalten. Das Publikum weiß diese Qualität seit Jahren zu schätzen, vor allem aufgrund der familiären Atmosphäre und freundlichen Mitarbeiter.

Seit knapp 40 Jahren ist es ein Ort der Kreativität und zugleich
Zentrum der Neusser Subkultur. Es finden viele künstlerische Projekte
statt, die in den Räumlichkeiten erprobt werden können. Poetry Slams
waren bisher immer gut besucht und auch der vegane Brunch ist eine
einmalige Aktion in den Räumen des HDJ. Unvergesslich sind außerdem
die Weihnachtsfeiern, an denen die Mitarbeiter mit den Kinden zusammen Lieder aufführen.

Lukas Lamla, Sprecher der Neusser Piraten: „Für kulturelle Kurzdenker
wie den Sozialdezernenten Stefan Hahn, der erst vor zwei Jahren aus
dem verschlafenen Wachtenberg bei Bonn nach Neuss zog, mag das “Haus” wie eine normale 0-8-15 Jugendeinrichtung  wirken, doch da irrt er.“ Der enorme Protest der Kinder und Jugendlichen, nach bekannt werden der Zusammenlegungspläne, war auch für die Stadtverwaltung überraschend. Mitarbeiter des Haus der Jugend nahmen ebenfalls an den Protesten teil, weil sie die Arbeit mit den Kindern in der alten Einrichtung fortführen möchten. Nicht wenige der Schulkinder verrichten im HDJ später Praktika und kommen aufgrund der familiären Betreuung ins Haus der Jugend zurück um dort zu arbeiten. Die Absicht das Haus der Jugend, finanziell ausbluten zu lassen, ist für die PIRATEN also aus vielen verschiedenen Gründen nicht tragbar.

Von guter Jugendpolitik profitiert die Gesellschaft im Allgemeinen.
Neuss ist bunt und  vielfältig. Dies gilt insbesondere für die Jugend
unserer Stadt. Sie braucht Orte, um sich entfalten zu können, Raum für
ihre Interessen und Aktivitäten. Sie brauchen Räume zur
Meinungsbildung, in denen sie sich mit Gleichgesinnten, Freunden und
verständnisvollen Betreuern austauschen können.
„Die Entscheidungen über Kürzungen im Sozialhaushalt der Stadt Neuss,
werden sich auf die nächsten Kommunalwahlen 2014 auswirken. Sie
könnten Wahlentscheidend für eine Mehrheit im Neusser Stadtrat sein.
Die Kinder und Jugendlichen sind die Wähler von morgen – und sie
vergessen nicht.“ so Lukas Lamla.

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