Pressemeldung Piratenpartei Neuss vom 16.01.2010

Nachdem in Wuppertal schon 16 Jugendeinrichtungen Gelder gestrichen wurden, droht auch Neuss der Kahlschlag. Erleben wir bald die ersten sozialen Unruhen?

Einem Bericht der NGZ vom 15. Januar zufolge plant der CDU geführte Stadtrat massive Kürzungen bei Streetworkern und sozialen Einrichtungen in Neuss. Die Piratenpartei Neuss stellt sich hinter die Wohlfahrtsverbände und lehnt die Kürzung von 1,4 Millionen Euro strikt ab.

Nach den Plänen der CDU soll das Drei-Generationen-Haus in Weckhoven komplett geschlossen werden. In „sozialen Brennpunkten“ wie dem Barbaraviertel sollen Ausgaben für Sozialarbeiter und Streetworker auf Null heruntergefahren werden. Hier liegt der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund bei 40%. Die Folge ist ein weiteres Abdriften der Jugendlichen in soziale Kälte und Perspektivlosigkeit. Gerade in diesen, von den Einsparungen betroffenen Vierteln brauchen Jugendliche eine Anlaufstelle bei Problemen, sei es in der Familie, in der Schule oder im sozialen Umfeld.

Die Piratenpartei setzt sich für einen Ausbau der sozialen Einrichtungen in Neuss ein. Diese Einrichtungen stellen oftmals das letzte Bindeglied zwischen Jugendlichen und Kindern aus sozial schwachen Familien und unserer Gesellschaft dar. Das Geld, das beispielsweise in die Videoüberwachung [1] der Neusser Innenstadt und auf Schulhöfen investiert werden soll, ist viel besser in Einrichtungen und Programmen für Gewaltprävention aufgehoben. Die Videoüberwachung verbessert nachweislich nicht die Sicherheit, sondern verlagert bestenfalls potentielle Tatorte. Die Verwahrlosung Jugendlicher, Aggression gegen Mitmenschen , Sachbeschädigung, sowie  Drogen- und Alkoholmissbrauch sind Symptome einer verfehlten Sozialpolitik.

Während bei den Jugendeinrichtungen gespart wird, plant der CDU geführte Stadtrat an anderen Stellen hohe Ausgaben. Trotz desolater Haushaltslage sollen für den Ausbau von Straßen in der Innenstadt weitere Gelder aus dem Stadtsäckel fließen [2]. Diese fehlen am Ende wieder für ein soziales Engagement, das allen Bürgern zu Gute kommt. Diese Veränderungen im Haushaltsplan werden keine Verbesserungen der Sozialpolitik zur Folge haben, sondern die vorhandenen Probleme verstärken.

Lukas Lamla (26), Neusser Kandidat zur Landtagswahl am 9.Mai  2010, dazu: „Anstatt im allgemeinen Interesse zu handeln und für alle Bürger ein lebenswertes Umfeld mit Perspektiven zu schaffen, betreibt die CDU hier eine Klientelpolitik reinsten Wassers. Die Neusser Bürger kommen aus allen gesellschaftlichen Ebenen. Gerade diese Mischung macht Neuss so attraktiv. Neuss sind wir alle“.

Quellen:
http://www.ngz-online.de/neuss/nachrichten/Jugendarbeit-hier-spart-Neuss_aid_807511.html

[1] Überwachung
http://www.wz-newsline.de/?redid=726915

[2] Strassenausbau Innenstadt
http://www.ngz-online.de/neuss/nachrichten/Im-Schritt-Tempo-durch-Neuss_aid_805653.html

Kontaktadresse für Rückfragen:

Lukas Lamla/Neuss
AG Presse NRW
PresseTeam Neuss
E-Mail: lukas.lamla@piratenpartei-nrw.de
Mobil: 0170/ 29 30 661

http://www.piratenpartei-neuss.de
http://wiki.piratenpartei.de/Neuss

5 Kommentare

  1. 1

    Noch eine Anmerkung dazu. Das ist natürlich nicht eine Forderung der Piratenpartei Deutschland, sondern wenn eine Forderung der Piraten aus Neuss.

  2. 2
    macandrews

    Steht auch ganz klar da, Pressemeldung Piratenpartei Neuss 😉

  3. 3

    Trotzdem finde ich, dass man bei solchen Formulieren doch genauer aufpassen sollte. Nicht jeder Bürger achtet auf solche Feinheiten bzw. versteht sie.

  4. 4

    Hallo U-Boot,

    du befindest dich auf der Seite der Piraten Neuss. In der Pressemitteilung kommt 11x das Wort „Neuss“ drin vor. ( von den Links und Kontaktdaten ganz abgesehen)
    Wie ließe sich das deiner Meinung verbessern?

    Gruß
    Lukas

  5. 5
    ValiDOM

    Über das Bund/Landesprogramm hinaus gehende Forderungen sind immer heikel. Den shitstorm muss man überstehen oder es lassen 😉 Die PM geht hier m.E. noch, weil sie einfach die Gelder für Videoüberwachung woanders hinstecken will 😉

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